Wofür ich Politik mache

Ich habe mich mit 29 Jahren entschieden, in die Politik zu gehen. Ganz bewusst wollte ich das im Berliner Brennpunktbezirk Neukölln. Denn dort ballen sich die sozialen Problemlagen und die Herausforderungen einer interkulturellen Großstadt.

Ich wollte da arbeiten, wo Menschen aus unterschiedlichsten sozialen und kulturellen Hintergründen zusammenkommen, wo es in ganz besonderer Weise staatlicher Unterstützung bedarf und auch andererseits das klare Bekenntnis zu Regeln, die für alle gelten. Denn nur, wenn Regeln durchgesetzt werden, können unser demokratisches Gemeinwesen und der soziale Frieden Bestand haben.

Ich bin der SPD beigetreten, um meinen Beitrag dazu zu leisten, dass jedes Kind und jeder junge Mensch seinen Weg machen kann, egal ob aus armen oder reichen Verhältnissen, egal ob die Eltern deutsch sprechen und lesen und schreiben können oder nicht. Das Versprechen, das für mich die Sozialdemokratie ausmacht, ist Bildungserfolg von sozialer Herkunft abzukoppeln, damit nicht wichtig ist, woher jemand kommt, sondern wer er oder sie sein will. Dafür braucht es große Kraftanstrengungen auf allen Ebenen, starke staatliche Institutionen, die gut funktionieren und verlässlich sind. Daraus erwächst Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates und davon hängt die Stabilität unserer Demokratie ab. Ich bin überzeugt, Deutschland braucht auch in Zukunft eine starke Sozialdemokratie, die für soziale Gerechtigkeit und den Ausgleich der sozialen, ökologischen und ökonomischen Interessen sorgt, die sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einsetzt und bürgernah, pragmatisch und lösungsorientiert agiert. Dafür leiste ich meinen Beitrag. Dafür mache ich Politik.